Berlin Postkolonial

Just Listen!

Globalgeschichte(n) von unten und zivilgesellschaftlicher Dialog

 

Mboro

  

Der europäische und der deutsche Kolonialismus hatten nicht nur auf die kolonisierten Gesellschaften, sondern auch auf die hiesigen Denk- und Gesellschaftsstrukturen weitreichende Auswirkungen. Bis heute prägt Kolonialrassismus das Zusammenleben der Menschen weltweit.

Dennoch und gerade deshalb finden die Themen Kolonialismus und Kolonialrassismus in Europa und den USA wenig Beachtung: Nicht gern spricht der Westen über die Zeit seiner gewalttätigen Expansion, über Versklavungshandel und Genozid - schon gar nicht mit den Nachfahren der Kolonisierten selbst.

Das Projekt „Just Listen. Globalgeschichte(n) von unten und zivilgesellschaftlicher Dialog“ will dazu beitragen, diese Lücke zu füllen und stellt dabei die Perspektiven der Nachfahren Kolonisierter und von Rassismus Betroffener in den Mittelpunkt.

 

Der Verein wird jeweils zum Internationalen Tag zur Erinnerung an den Versklavungshandel und seine Abschaffung ein Fest zur Umbenennung der Berliner M*straße (23.8.2017) organisieren.

Gemeinsam mit dem Bezirksmuseum Treptow-Köpenick und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) kuratieren wir zudem die Ausstellung „ZURÜCKGESCHAUT – Die Erste Deutsche Kolonialausstellung 1896“, die am 13.10.2017 eröffnet wird.

Außerdem realisiert Berlin Postkolonial in Kooperation mit der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und den Bündnissen "Völkermord verjährt nicht" sowie "No Humboldt 21" die transnationale Konferenz „Prussian Colonial Heritage - Sacred Objects and Human Remains in Berlin Museums“ (14./15.10.2017).

 

Für interessierte Gruppen und Einzelpersonen bieten wir Fortbildungsrundgänge durch das postkoloniale Berlin mit erfahrenen Referent_innen an.

Gruppen bitten wir um eine Buchungsanfrage (mit Wunschtermin(en), Teilnehmendenzahl und -alter, etc.).

Die öffentlichen Führungen für einzelne Interessierte werden von afrikanischen bzw. Schwarzen Referent_innen geleitet und finden in Kooperation mit dem Antirassistisch-Interkulturellen Informationszentrum ARiC e.V und dem Institut für diskriminierungsfreie Bildung IDB statt (Projekt "Hier und Jetzt! Kolonialismus und Kolonialrassismus im Unterricht").

* gemeint ist die kolonialrassistisch bezeichnete "Mohrenstraße"

 

Programm 2017

 

Koloniale Gegenwart und Widerstand in Berlins Mitte

Samstag, 22.04.2017, 13 Uhr

Treffpunkt: Institut für Europäische Ethnologie, M*straße 40/41

Abdel Amine Mohammed

 

Auf dem Weg zum Manga-Bell-Platz?

Samstag, 13.05.2017, 13 Uhr

Treffpunkt: U-Bhf. Afrikanische Straße, Nordwestausgang

Dr. Marie Biloa Onana

 

Maafa und Widerstand: Jenseits der Petersallee

Samstag, 27.05.2017, 13 Uhr

Treffpunkt: U-Bhf. Afrikanische Straße, Nordwestausgang

Mnyaka Sururu Mboro 

 

Frauen im Kolonialismus

Samstag, 17.06.2017, 13 Uhr

Treffpunkt: Institut für Europäische Ethnologie, M*straße 40/41

Jacqueline Mayen

 

Dauerkolonie Togo? Jenseits kolonialer Nostalgie

Samstag, 01.07.2017, 13 Uhr

Treffpunkt: U-Bhf. Afrikanische Straße, Nordwestausgang

Abdel Amine Mohammed

 

Otjitiro Otjindjandja: Von Lüderitz zum Völkermord

Samstag, 15.07.2017, 13 Uhr

Treffpunkt: U-Bhf. Afrikanische Straße, Nordwestausgang

Israel Kaunatjike & Christian Kopp

 

IV. Umbenennungsfest für die M*straße

Mittwoch, 23.08.2017, 17 Uhr

Ort: U-Bhf. M*straße

In Kooperation mit ISD-Bund, AK Antirassismus Amnesty International, BER, AfricAvenir

 

Ausstellungseröffnung "Zurückgeschaut - Die Erste Deutsche Kolonialausstellung 1896"

Freitag, 13.10.2017, 19 Uhr

Ort: Museum Treptow, Sterndamm 102

Ein Kooperationsprojekt von Museum Treptow, ISD-Bund, Berlin Postkolonial

 

Conference "Prussian Colonial Heritage - Sacred Object and Human Remains in Berlin Museums"

14.-15/10/2017, 11 a.m.

Place: Centre Français Berlin, Müllerstraße 74

In cooperation with the alliances "No Humboldt 21!" and "No Amnesty on Genocide", Rosa Luxemburg Foundation, Foundation Partnership with Africa

 

Auf dem Weg zum Manga-Bell-Platz?

Samstag, 09.09.2017, 13 Uhr

Treffpunkt: U-Bhf. Afrikanische Straße, Nordwestausgang

Dr. Marie Biloa Onana 

 

Penduka – Wake Up! Vom Kolonialen zum Afrikanischen Viertel

Samstag, 30.09.2017, 13 Uhr

Treffpunkt: U-Bhf. Afrikanische Straße, Nordwestausgang

Stefanie-Lahya Aukongo & Christian Kopp

 

Frauen im Kolonialismus

Samstag, 14.10.2017, 13 Uhr

Treffpunkt: Institut für Europäische Ethnologie, M*straße 40/41

Jacqueline Mayen 

 

Die Teilnahmegebühr für die Rundgänge beträgt 10 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

Rückblick: Programm 2016

  

 Durchgeführte Veranstaltungen:

 

Uhuru heißt Freiheit! Von der Peters- zur Maji-Maji-Allee

Samstag, 02.04.2016, 13 Uhr

Treffpunkt: U-Bhf. Afrikanische Straße, Nordwestausgang

Mnyaka Sururu Mboro & Zaida Horstmann

 

Penduka – Wake Up! Von Lüderitz zum Völkermord

Samstag, 30.04.2016, 13 Uhr

Treffpunkt: U-Bhf. Afrikanische Straße, Nordwestausgang

Israel Kaunatjike & Zaida Horstmann

 

Penduka – Wake Up! Auf dem Weg zum Manga-Bell-Platz

Samstag, 28.05.2016, 13 Uhr

Treffpunkt: U-Bhf. Afrikanische Straße, Nordwestausgang

Marie Bilo Anona & Zaida Horstmann

 

Retracing Freedom – Widerstand und koloniale Gegenwart in Berlins Mitte

Samstag, 25.06.2016, 13 Uhr

Treffpunkt: Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6

Abdel Amine Mohammed & Christian Kopp

 

Frauen im Kolonialismus

Samstag, 23.07.2016, 13 Uhr

Treffpunkt: Institut für Europäische Ethnologie, M*straße 40/41

Jacqueline Mayen & Zaida Horstmann 

 

III. Fest zur Umbenennung der M*straße

(Internationaler Tag zur Erinnerung an den Versklavungshandel und seine Abschaffung)

Dienstag 23.08.2016  ab 17 Uhr

U-Bhf. M*straße, Berlin

 

Penduka – Wake Up! Auf dem Weg zum Manga-Bell-Platz

Samstag, 27.08.2016, 13 Uhr

Treffpunkt: U-Bhf. Afrikanische Straße, Nordwestausgang

Marie Biloa Onana & Stefanie-Lahya Aukongo

Teilnahmegebühr: 8 Euro

 

Führung: Retracing Freedom – Widerstand und koloniale Gegenwart in Berlins Mitte

Samstag, 08.10.2016, 13 Uhr

Treffpunkt: Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6

Joshua Kwesi Aikins & Chantal Fleur Sandjon

Teilnahmegebühr: 8 Euro

 

Congress: Restorative Justice after Genocide

Non-Governmental Congress on the Ovaherero and Nama Genocides 1904-08

October 14, 2 pm - October 16, 1 pm

Centre Francais de Berlin, Müllerstraße 74, 13349 Berlin, Germany 

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Projektkoordination: Christian Kopp, buero(at)berlin-postkolonial.de, 030 231 321 54

Dank an: Berliner Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ), Engagement Global/BMZ, Stiftung Nord-Süd-Brücken