Berlin Postkolonial

Projekt 2018/19

Breaking the Silence 

Zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs und der deutschen Kolonialherrschaft in Afrika 

Der europäische Kolonialismus hatten nicht nur auf die kolonisierten Gesellschaften, sondern auch auf die hiesigen Denk- und Gesellschaftsstrukturen weitreichende Auswirkungen. Bis heute prägt Kolonialrassismus das Zusammenleben der Menschen weltweit. 

Dennoch und gerade deshalb findet die Geschichte des Kolonialismus und des Kolonialrassismus in Europa und den Amerikas wenig Beachtung: Nicht gern spricht der Westen über die Zeit seiner gewalttätigen Expansion, über Versklavungshandel und Genozid - schon gar nicht mit den Nachfahren der Kolonisierten selbst.

Das Projekt „Breaking the Silence. Zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs und der deutschen Kolonialherrschaft in Afrika“ will dazu beitragen, diese Lücke zu füllen und stellt dabei die Perspektiven Kolonisierter und ihrer Nachfahren in den Mittelpunkt.

 

Foto aus: L. Wimmelbücker, Motto Bakari, Dar es Salaam 2009  

 

Foto: Lektor für Kiswahili am Seminar für Orientalische Sprachen Berlin, ca. 1911-16, möglicherweise Mdachi bin Sharifu, Aus: L. Wimmelbücker, Mtoro Bakari, Dar es Salaam 2009 

 

2 Ausstellungen

Berlin Postkolonial hat die Ausstellung "Breaking the Silence I - Der Zorn des Mdachi bin Sharifu" erarbeitet, die vom 9.11.2018 bis zum 19.01.2019 im Tieranatomischen Theater (TaT) in Berlin Phillipstraße 12/13 in 10115 Berlin zu sehen sein wird. Die Eröffnung im Rahmen des übergreifenden Ausstellungsprojekts "The Dead as far as [   ] can remember" findet am 8.11.2018 um 19 Uhr statt.

Ebenfalls zu besichtigen sind dort drei weitere Ausstellungen, darunter auch das von uns angeregte und unterstützte studentische Projekt "Just Listen", das auf Interviews mit 13 Aktivist*innen und Expert*innen aus Berlin beruht, die sich zu wichtigen Fragen (post)kolonialer Erinnerungskultur in Deutschland (z.B. zum Humboldt Forum) geäußert haben.

Führungen

Für interessierte Gruppen bieten wir Kurator*innenführungen durch unsere Ausstellung "Breaking the Silence I - Der Zorn des Mdachi bin Sharifu" (9.11.18 bis 19.1.19) und ab Februar 2019 auch wieder Fortbildungsrundgänge mit erfahrenen, in der Regel afrikanischen bzw. afrodeutschen Referent_innen durch das postkoloniale Berlin an.

Gruppen bitten wir um eine Buchungsanfrage (mit Wunschtermin/en, Teilnehmendenzahl und -alter, etc.)

Projektkoordination: Mnyaka Sururu Mboro & Christian Kopp, buero(at)berlin-postkolonial.de, 01799 100 976

Dank an: Berliner Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ), Engagement Global/BMZ, Stiftung Nord-Süd-Brücken, Rosa-Luxemburg-Stiftung

  

 

                            Rosa-Luxemburg-Stiftung