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Das "Deutsche Kolonialhaus" in der Berliner Lützowstraße *

Joachim Zeller

 

„Die stattliche Front mit ihren Bildwerken, Statuen und Inschriften trägt einen durchaus kolonialen Charakter“[1], hieß es anerkennend in der kolonialen Presse zur Eröffnung des „Deutschen Kolonialhauses“. 1903 hatte die von Bruno Antelmann geführte Kolonialwarenfirma den Neubau in der Lützowstraße 89/90 nahe an der verkehrsreichen Potsdamer Straße bezogen, womit das Unternehmen nun über ein repräsentatives Handelsgebäude verfügte. Die neue Zentrale der Firma präsentierte sich mit einer exotisierenden Fassade im orientalischen Stil, einschließlich einer das Gebäude krönenden Kuppel. Die Straßenansicht des Hauses mit stereotypisierenden Darstellungen „ afrikanischer Krieger“, mit berittenen Elefanten und Löwen,  sowie mit den Namen der deutschen Kolonien, war nach einem Entwurf des zu seiner Zeit bekannten Kolonialmalers Rudolf Hellgrewe ausgeführt worden.

Deutsches KolonialhausDas "Deutsche Kolonialhaus" in der Lützowstr. 89/90, um 1903. Das Gebäude wurde im 2. Weltkrieg zerstört, das Löwenportal war noch bis in die 1950er Jahre erhalten. (Foto: Deutsche Kolonialzeitung 1903, S. 503)

 

Aufstieg zum größten Kolonialwarenhaus Deutschlands

Der Maler war schon zuvor für das Kolonialhaus tätig gewesen, denn er hatte bereits die Verkaufsräume des Haupt- und Versandgeschäftes in der Jerusalemerstraße 28, wo die Firma in den ersten Jahren ihres Bestehens seine Räume hatte, mit kolonialen Deckengemälden ausgestaltet. Der neu errichtete Gebäudekomplex mit dem Vorder- und dem über den Hof zu erreichenden Hinterhaus bot der Bruno-Antelmann-GmbH nun ausreichend Platz für die zahlreichen Geschäfts- und Lagerräume, für die Kontore, die Fernsprechzentrale und das Aufsichtsratszimmer, für die „Expeditionsräume“, in denen die Waren post- und bahnfertig gemacht wurden, wie für kleinere Maschinenhallen, in denen Abfüllanlagen und Kaffee-Röstmaschinen standen. Auch die Abteilung, die die reichsweite Werbung für die Kolonialprodukte koordinierte, war in eigenen Räumlichkeiten untergebracht.

Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden war das Deutsche Kolonialhaus im Jahr 1896, als der Geschäftsmann Bruno Antelmann auf der  1. Deutschen Kolonialausstellung in Berlin-Treptow mit einem Verkaufsstand für Kolonialwaren vertreten war. Aus diesen Anfängen heraus hatte sich das Unternehmen in kurzer Zeit zu dem größten Kolonialhandelshaus nicht nur innerhalb Berlins, sondern auch im Deutschen Reich entwickelt. Abgesehen von den Niederlassungen in Dresden, Frankfurt/M., Leipzig, Kassel, München, Wiesbaden und Verkaufsstellen in über 400 weiteren Städten, betrieb das Deutsche Kolonialhaus noch mehrere Zweigstellen in Berlin, so in der Gneisenau-, Kant- und Schillstraße. Eine weitere Filiale wurde 1899 im Deutschen Kolonial-Museum unterhalten, das im ehemaligen „Marine-Panorama“ am Lehrter Bahnhof eingerichtet worden war. Das Museum war eine der wichtigsten unter den Berliner Einrichtungen, die ausschließlich kolonialpolitischen Propagandazwecken dienten.

Propaganda, Exotismus, Ausbeutung: Produkte aus den deutschen Kolonien

Das Deutsche Kolonialhaus vertrieb sämtliche Artikel der Branche, die aus den deutschen Kolonien bezogen wurden. So lautete denn auch der selbstgestellte Auftrag, „die Erzeugnisse der deutschen Schutzgebiete unter zuverlässiger Kontrolle ihrer Echtheit dem deutschen Publikum nahe zu bringen und den deutschen Markt auf diese Weise nach und nach von dem Import fremder Kolonialerzeugnisse immer mehr unabhängig zu machen.“[2] Um die Echtheit der „deutschen Kolonialwaren“ zu garantieren, wurde in der Werbung stets darauf verwiesen, dass der Vertrieb „unter Aufsicht der Deutschen Kolonialgesellschaft“ geschehe, die bereits bei Gründung des Unternehmens Pate gestanden hatte. Zu der Palette von Kolonialprodukten, die angeboten wurden, zählten „Usambara-Kaffee“, „Samoa-Kakao“, „Kamerun-Schokoladen“ und Pralinen, Tee, Kokosnussmakronen, Kolonialgebäck, Rohtabak, „Neu-Guinea und Kamerun-Zigarren“, „Kiautschou-Zigaretten“, Erdnuss-Speiseöl, Kokosnussfett, Stearinkerzen, Seifen, Kola-Likör, Vanille und andere Gewürze; hinzu kamen weitere ausgewählte Kolonialwaren, die nicht in den deutschen Kolonien produziert wurden, etwa brasilianischer Honig oder Palästinaweine.

Neben den Lebensmitteln, die das Hauptgeschäft ausmachten, wurden aber auch Ethnographica („Hausgötzen aus Togo“, „Töpfe und Pfeifen der Kameruner Bali“, „Schmuck der Herero aus Südwest“, „Massai-Speere aus Ost-Afrika“) angeboten, denn mit der „Exotik“ kolonialisierter Völker ließen sich gute Umsätze machen. Weiterhin waren sog. Galanteriewaren (Palmbastmatten, Felle, Elfenbeinschnitzereien, Straußeneier, Löwenkrallen), Kolonialbücher, Kolonialatlanten und Spezialkarten, Kolonialfotografien, Kolonialbriefmarken und Postkarten aus den Kolonien und schließlich ausgestopfte Tiere (Papageien, Kakadus etc.) im Verkaufskatalog zu finden.

Wie kein zweites der größeren Kolonialhandelshäuser im Deutschen Reich hat das mit seiner Zentrale in Berlin ansässige Deutsche Kolonialhaus zur Verbreitung und Popularisierung „deutscher Kolonialwaren“ beigetragen. Es verwundert daher nicht, dass die „Deutsche Kolonialzeitung“ die von ihr aufgeworfene Frage: Hat „das Deutsche Kolonialhaus der Kolonialbewegung in Deutschland Nutzen gebracht?“, positiv beantwortet hat:

Ihm gebührt unzweifelhaft das Verdienst, die Erzeugnisse der deutschen Schutzgebiete zuerst in größerem Maßstabe in Deutschland eingeführt und in den weitesten Kreisen des Volkes bekannt gemacht zu haben (...) und dadurch (hat es) auch - abgesehen von der damit Hand in Hand gehenden kolonialen Propaganda - die Entwicklung der Kolonien (…gefördert)."[3]

Ebenso unzweifelhaft ist aber, was diese „Entwicklung“ für die Kolonien bedeutete: Die Veränderungen auf dem deutschen Lebensmittelmarkt während der Kolonialzeit haben sich ganz überwiegend auf dem Rücken der kolonisierten Völker vollzogen. Die Einführung der einseitig an den Interessen des „Mutterlandes“ ausgerichteten Plantagenwirtschaft in den Tropen ging zumeist mit der gewaltsamen Enteignung und Proletarisierung der indigenen Bevölkerung einher. Gleichermaßen spotteten die Arbeitsbedingungen auf den von deutschen und anderen europäischen Pflanzungsgesellschaften geführten Plantagen (es gab daneben auch unabhängige, von afrikanischen Kleinbauern insbesondere für die Kakaoproduktion betriebene Pflanzungen) jeder Beschreibung: Die brutalen Rekrutierungsmethoden, die inhumane Behandlung der zu Hungerlöhnen beschäftigten Arbeiter wurden sogar im Berliner Reichstag diskutiert.[4]

Werbung des Deutschen KolonialhausesWerbung des Deutschen Kolonialhauses in Berlin, 1902: "Erzeugnisse aus den Deutschen Kolonien: Usambara-Kaffee, Kamerun-Kakao, Neu-Guinea- und Kamerun-Zigarren, Deutsches Erdnuss-Tafelöl ..." (Foto: Kolonial-Handels-Adressbuch 1902, S. 149)

 

Vermarktung, Drill und Selbstbehauptung: Schwarze „Lehrlinge“ im Kolonialhaus

Unter den zahlreichen Mitarbeitern, die in den Filialen des Unternehmens beschäftigt waren, gab es auch einige Jungen[5] aus Afrika und Neu-Guinea, von denen vor allem die Älteren als Verkäufer arbeiteten. „Es sind die Söhne angesehener, eingeborener Familien,“ so berichtete die Deutsche Kolonialzeitung, “die zumeist durch die Herrn Gouverneure der einzelnen Schutzgebiete an den Chef des Deutschen Kolonialhauses, Herrn Hoflieferanten Bruno Antelmann, zur Erziehung und beruflichen Ausbildung empfohlen wurden.“[6] In verschiedenen Artikeln aus dem Jahr 1899 werden folgende Namen genannt: Quassi Bruce (6 Jahre) und Folivi aus Togo (wechselte in die Zweiggeschäftsstelle nach Wiesbaden), Tilli (7 Jahre) und Towauléau (12 Jahre) aus Neu-Guinea, Heinrich Boston aus Liberia (14 Jahre), Jonathan Tometi (16 Jahre) aus Togo und Joseph Byll (24 Jahre) ebenfalls aus Togo.[7] Dazu gehörte zeitweise auch der Lehrling Bernhard Epassi (im Jahr 1897 15 Jahre alt) aus Kamerun.[8] Und im Jahr 1902 werden noch zwei weitere afrikanische Jungen erwähnt: Acheli (12 Jahre) aus Togo und Otto Bell (14 Jahre, Sohn des Duala-Königs Manga Ndumbe).[9]

Die Erziehungsziele, die man den Knaben und jungen Männern vorgab, spiegeln unverhohlen die paternalistische und rassistische Grundhaltung wider, wie sie in Europa zu jener Zeit bestimmend war:

Die Erziehung (...) gipfelt darin, den Knaben jene sittliche Festigkeit und strenge Selbstzucht zu eigen zu machen, die sie allein gegen Versuchungen stark machen kann. Und daß diese ihrer in der mannigfachsten Gestalt in der Heimat harren, unterliegt bei der niedrigen Kulturstufe der dortigen Eingeborenen keinem Zweifel. So vollzieht sich im Herzen der Großstadt ein Stück Missionsarbeit an den Schützlingen des Deutschen Kolonialhauses, die hoffentlich gute Früchte zeitigen und dazu beitragen wird, unsere afrikanischen Kolonien mehr und mehr deutscher Kultur zu erschließen.[10]

Weihnachten im Deutschen KolonialhausBesonders zu Weihnachten wurden die jungen Schwarzen (am Klavier Kwassi Bruce, mit der Violine Otto Bell) im Deutschen Kolonialhaus als dankbare Teilhaber an christlich-deutscher Kultur inszeniert. So hieß es im Winter 1902 in der Deutschen Kolonialzeitung: "Weihnachten in den Tropen, Tropenkinder bei einem nordischen Weihnachtsfest, das sind Gegensätze, deren eigenartiger Reiz wohl jeden gefangen nimmt, der Gelegenheit hatte, einer solchen Feier beizuwohnen; denn Deutschlands schwarze Unterthanen lassen sich verhältnismäßig noch recht selten bei uns sehen, sie bilden hier geradezu eine sensationelle Erscheinung im Gegensatz zu Nordamerika, das in ihnen etwas durchaus Alltägliches erblickt. (...) Und wenn sie dereinst in ihre tropische Heimat zurückkehren, wird ihnen das Bild des deutschen Lichterbaums, das ihre Kinderherzen mit solchem Jubel erfüllte, als eine liebe Erinnerung folgen und als ein Zeichen dessen, was deutsche Gemütstiefe und Innigkeit im Verein mit traulichem Familienleben sittlich Erhebendes zu schaffen vermögen.“ (Foto: Deutsche Kolonialzeitung 1902, S. 15)

 

Die Jungen waren vor allem für die Werbung des Kolonialhauses von Nutzen. Auf einer ganz offensichtlich zu Werbezwecken aufgenommen Fotografie[11] offerieren sie, in einer exotisierenden Inszenierung umgeben von Palmgewächsen und dem Geweih einer Kudu-Antilope, „Zigarren aus den deutschen Kolonien“ und deutschen „Kola-Kolonial-Likör“. Eines der Plakate im Bildhintergrund preist „Kiautschou-Zigaretten“ an, während ein anderes mit seinem Slogan „deutsches Salatöl aus Erdnüssen“ als „besten Ersatz für [italienisches] Olivenöl“, das Bestreben des Kolonialhauses zeigt, mit seinen kolonialdeutschen Produkten die ausländische Konkurrenz vom Markt zu drängen. Bruno Antelmann muss mit den aus Togo, Kamerun und Neu-Guinea stammenden Jungen und jungen Männern auch die Neugier des Hofes geweckt haben, denn sie erhielten auch eine Einladung ins Berliner Schloss. Bei diesem Anlass soll der Jüngste unter ihnen, Kwassi Bruce, vor dem Kaiserpaar und den Prinzen selbstbewusst seine Absicht verkündet haben, dass er nicht studieren, sondern an Stelle der Hohenzollern den Kaiserthron besteigen wolle.[12]

Die schwarzen Angestellten bei Antelmann stießen auch bei Berliner Ethnologen auf „Interesse“, so bei Prof. Felix von Luschan, zu der Zeit stellvertretender Direktor des Berliner Völkerkunde-Museums, der sich extra ins Deutsche Kolonialhaus begab, um, wie  er herablassend verkündete, deren „krause Schädel“ zu vermessen . Die jungen Männer wurden daraufhin – wie zahlreiche andere Schwarze vor und nach ihnen – auf eine entwürdigende Art und Weise mit Messzirkel und Messband traktiert. Beispiele für ein Aufbegehren Schwarzer gegen derartige Zumutungen finden sich in dem Amtlichen Bericht über die Deutsche Kolonialausstellung von 1896, auf der dem gaffenden Berliner Publikum Männer, Frauen und Kinder aus den deutschen Kolonien „vorgeführt“ wurden. In dem Bericht lässt der Autor - es war von Luschan selbst - seinem Ärger über die Weigerung einiger Afrikaner, sich „untersuchen“ zu lassen, in rassistisch ausfallendem Ton freien Lauf.[13]


Schwarze Jungen im Deutschen KolonialhausWerbefoto mit den Schwarzen Angestellten des "Deutschen Kolonialhauses" in Berlin, um 1900. Bei den Jungen und jungen Männern auf diesem Foto handelt es sich um: Folivi aus Togo, der später in die Zweiggeschäftsstelle nach Wiesbaden wechselte; Tilli (7 Jahre) und Towauléau (12 Jahre), die im August 1899 aus Neu-Guinea kamen; den 14jährigen Heinrich Boston aus Liberia; den 16jährigen Jonathan Tometi aus Togo; den 24jährigen Joseph Byll aus Togo und den 6jährigen Quassi (Kwassi) Bruce aus Togo, Adoptivsohn des Ehepaars Antelmann. Eine genaue Zuordnung der Namen ist mit der Ausnahme von Kwassi Bruce (Mitte vorn) bisher nicht möglich. (Foto: „Die farbigen Angestellten des Deutschen Kolonialhauses“, Deutsche Kolonialzeitung 1901, S. 114)


Niedergang des Deutschen Kolonialhauses

Wie lange das Deutsche Kolonialhaus bestanden hat, kann nach den bisher bekannten Quellen nicht genau beantwortet werden. Sicher ist, dass es nach dem Ersten Weltkrieg nicht weitergeführt wurde. Jedenfalls wird es in dem „Kolonialen Hand- und Adreßbuch“ von 1926/27 nicht mehr erwähnt. Über die Gründe kann spekuliert werden: Vielleicht war das Kolonialgeschäft nicht mehr rentabel. Es lässt sich aber auch vermuten, dass nach dem Ende des deutschen Kolonialreiches für die Nachfolger von Bruno Antelmann[14] - dieser hatte schon vor 1914 seine Beteiligungen sukzessive verkauft - die Motivation weggefallen war, das Unternehmen weiter zu betreiben, da „deutsche Kolonialprodukte“ nun nicht mehr importiert werden konnten. Das Gebäude des Deutschen Kolonialhauses selbst wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört. Nur die beiden Löwenfiguren, die links und rechts die Einfahrt zum Hinterhof flankierten, waren erhalten geblieben. Doch auch sie sind später abgetragen worden, als das betreffende Grundstück eine neue Bebauung erhielt; heute erhebt sich dort ein modernes Bürohochhaus.[15]

 


 

* Dieser aktualisierte und erweiterte Text erschien zuerst in: Heyden, Ulrich van der / Zeller, Joachim (Hg.): Kolonialmetropole Berlin. Eine Spurensuche, Berlin 2002, S. 84-93.

[1] Das neue Deutsche Kolonialhaus in Berlin, in: Deutsche Kolonialzeitung (DKZ) 1903, S. 503-505, hier 503. Siehe auch DKZ 1899, S. 439 und ebd. 1902, S. 449; Deutsches Kolonialblatt 1899, S. 778 und ebd. 1901, S. 87, 326, 496/497.

[2] DKZ 1903, S. 503.

[3] Das Deutsche Kolonialhaus Bruno Antelmann, in: DKZ 1899, S. 482-484, hier 484. Bei dieser Bilanz darf allerdings nicht übersehen werden: Im Jahre 1904 stammten - um nur ein Beispiel zu nennen - ganze 2,2 Prozent des im Deutschen Reich konsumierten Kakaos aus den deutschen Kolonien. Verschwindend gering fiel der „kolonialdeutsche“ Marktanteil bei Kakao bzw. Schokolade aus, bei „Kolonialwaren“ also, die seit der Jahrhundertwende geradezu „Volksnahrungsmittel“ geworden waren.

[4] Siehe dazu u.a. Pfeisinger, Gerhard / Schennach, Stefan (Hg.): Kolonialwaren. Die Schaffung der ungleichen Welt, Göttingen 1989.

[5] In der DKZ 1899 (S. 439) ist von „sieben junge(n) Schwarze(n) aus den Kolonien“, etwas später ist von „acht Knaben aus den Kolonien“ (ebd., S. 484) die Rede. Wie die anschließende Namensliste zeigt, sind es aber mindestens 10 Personen gewesen.

[6] DKZ 1902, S. 16.

[7] Die Schwarzen des deutschen Kolonialhauses in Berlin, in: Deutsches Kolonialblatt 1899, S. 778; DKZ 1899, S. 439.

[8] Bowersox, Jeff: Kolonial-Lehrling wider Willen. Bernhard Epassi in Deutschland 1896-1901, in: Heyden, Ulrich van der (Hg.): Unbekannte Biographien. Afrikaner im deutschsprachigen Raum vom 18. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, Berlin 2008, S. 103-117.

[9] DKZ 1902, S. 15 f.

[10] Ebd.

[11] DKZ 1901, S. 114.

[12] Im Deutschen Kolonialhause – Berlin, in: DKZ 1901, S. 114/115, hier 114.

[13] Deutschland und seine Kolonien im Jahre 1896, Amtlicher Bericht über die erste Deutsche Kolonial-Ausstellung, hrsg. v. Graf v. Schweinitz u.a., Berlin 1897. Siehe auch Henrichsen, Dag: Reichspass, Fremdenpass, Staatenlosenpass – Afrikaner und Afrikanerinnen im Dritten Reich, in: Basler Magazin, 20.2.1999, S. 15; Reed-Anderson, Paulette: Berlin und die afrikanische Diaspora, Berlin 2000.

[14] Der „Hoflieferant“ Bruno Antelmann verkaufte ab 1911 seine Anteile am Deutschen Kolonialhaus. So heißt es bereits im Kolonial-Handels-Adressbuch von 1914 (18. Jg., bearbeitet v. Joh. Tesch, Berlin 1914, S. 200): „Deutsche(s) Kolonialhaus Bruno Antelmann Nachf.“. Danach war Antelmann als Einnehmer einer königlichen Lotterie tätig. Zuvor war er auch mit der Justiz in Konflikt gekommen. Er starb 1930 im Alter von 73 Jahren, seine Frau Marie Antelmann überlebte ihn. Siehe Acta des Polizei-Präsidii zu Berlin, betreffend den Kaufmann Paul Bruno Antelmann, 1857 geb., 1897-1916, in: 30 Berlin C 8751, Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam. Den Hinweis auf diese Akte verdanke ich Rea Brändle/Zürich. Siehe auch Brändle, Rea: Nayo Bruce. Geschichte einer afrikanischen Familie in Europa, Zürich 2007.