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Bis heute hat der deutsche Kolonialismus auf Denk- und Gesellschaftsstrukturen Auswirkungen. Kolonialrassismus prägt bis in die Gegenwart das Zusammenleben und die gesellschaftlichen Ungleich-Verhältnisse in Deutschland. Selbst im öffentlichen Raum finden sich seine Spuren. Dennoch erfahren die Themen Kolonialismus und Kolonialrassismus im Schulunterricht kaum Beachtung. Auch deshalb finden in der Schule tagtäglich Diskriminierungen statt, ob durch Unterrichtsmaterialien mit kolonialrassistischen Inhalten oder durch unreflektiertes Handeln von Lehrer*innen.

 

Unser Projekt „Far, far away? Kolonialrassismus im Unterricht | Globales Geschichtslernen vor Ort“, das wir von Februar bis Dezember 2015 in Kooperation mit dem IDB | Institut für diskriminierungsfreie Bildung und dem EPIZ Berlin durchgeführt haben, hatte diesen Zusammenhang im Fokus. Es sollte Kolonialrassismus in der Schule und im Alltag sicht- und hörbar machen und setzte sich für eine verantwortungsbewusste und lebensweltbezogene Auseinandersetzung mit dem kolonialrassistischen Erbe in der Bildungsarbeit ein.

 

Das Programm umfasste eine Podiumsdiskussion, Fortbildungen und Workshops für Lehrkräfte und Multiplikator*innen der Bildungsarbeit, Fortbildungsrundgänge durch das postkoloniale Berlin, Projekttage und Filmvorführungen für Schulklassen sowie einen Fachtag. Im Rahmen der unterschiedlichen Veranstaltungen wurden Lehrkräfte – die primäre Zielgruppe des Projektes – dazu eingeladen, neue Kenntnisse zu erwerben und diese auch in die eigene Arbeit einfließen zu lassen. Die verschiedenen Formate und Inhalte der Veranstaltungen sollten es den Teilnehmenden außerdem ermöglichen, die Einschreibungen des Kolonialismus in das Stadtbild und seine Verankerung in unserem Bewusstsein von Selbst und Welt zusammen zu denken.


Diese Webdokumentation gibt einen Überblick über die Projektaktivitäten.

 

 

Das Projekt wurde von Berlin Postkolonial e. V. und dem IDB | Institut für diskriminierungsfreie Bildung in Kooperation mit Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum e. V. – EPIZ veranstaltet.

    Logo EPIZ    IDB Logo

Projektkoordination: Josephine Apraku, Jule Bönkost, Marion Davenas

 

 


Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des 

Gefördert aus Mitteln der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes 

Gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst

 

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