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Zum Jahrestag des Befehls zur Vernichtung der widerständigen Herero


Dienstag, 2. Oktober 2012, 17 Uhr

Neukölln postkolonial: Von der Wissmannstraße zum "Namibia-Gedenkstein"

"Afrikastein" und "Namibia-Gedenkstein"Auch Berlins Stadtbezirk Neukölln hat eine koloniale Vergangenheit - und Gegenwart. Gemeinsam mit der afrodeutschen Künstlerin Chantal-Fleur Sandjon und in Anwesenheit des Vertreters der namibischen Botschaft, des Gesandten Mr Mapenzi, thematisierte Berlin Postkolonial Neuköllner Straßennamen, mit denen bis heute Kolonialverbrecher wie Hermann Wissmann (1853-1905) und Adolph Woermann (1847-1911) gewürdigt werden. Im Anschluss besuchten wir den skandalösen „Afrikastein“ für Berlins am Genozid beteiligte Kolonialkrieger (rechts) sowie den sog. Namibia-Gedenkstein auf dem Garnisonsfriedhof am Columbiadamm. Wir gedachten dort der zahlreichen afrikanischen Menschen, die ihr Leben ließen im Widerstand gegen den deutschen Kolonialismus und Rassismus in Namibia, aber auch in Tanzania, Ruanda, Burundi, Kamerun und Togo.

Hintergrund:

Zum Namensgeber der Wissmannstraße

Zum Namensgeber der Woermannkehre

3SAT-DOKU: "Relikte der Vorfahren" (2011)

Umbenennungsinitiative der Clay-Schule (2010)

Museum Neukölln: "Verdrängte Geschichte - Spuren kolonialer Vergangenheit in Neukölln" (2010)

Einweihung des so genannten Namibia-Gedenksteins (2009)

Werkstatt der Kulturen: "Die Wissmannstraße - öffentliche Erinnerung auf der Probe" (2005-07)

 

Donnerstag, 4. Oktober 2012,  19 Uhr

NAMIBIA-BERLIN: Wen ehrt die Lüderitzstraße?

Berlin Postkolonial lädt zum Informationsabend

Berlin-Mitte hat die Errichtung eines postkolonialen „Lern- und Erinnerungsortes Afrikanisches Viertel“ beschlossen. Warum die Umwandlung des größten deutschen Kolonialviertels ohne die Umbenennung der Lüderitzstraße und die Ehrung afrikanischer Opfer und Gegner_innen des Kolonialismus nicht gelingen kann, erläuterten Expert_innen und Vertreter_innen mehrerer zivilgesellschaftlicher Organisationen:

Israel Kaunatjike (Bündnis "Völkermord verjährt nicht!")

Yonas Endrias (Global Afrikan Congress, Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen)

Josephine Apraku (Afrikanisches Viertel e.V.)

Joshua Kwesi Aikins (ISD Berlin)

Christian Kopp (Berlin Postkolonial)

Moderation: Pfarrerin Constanze Kraft

Ort: Ev. Kirchengemeinde Kapernaum, Seestraße 35, 13353 Berlin

Teilnahme: frei!

Hintergrund:

Desie Heita zur Dekolonisierung des öffentlichen Raums in Namibia: "All colonial names could change" (2012)

SPD & Bündnis 90/Die Grünen fordern im Bundestag die Umbenennungen von Straßennamen, die Kolonialverbrecher ehren (2012)

Beschluss der BVV von Berlin-Mitte (2011)

PM "Berliner Lüderitzstraße soll umbenannt werden" (2010)

Lüderitzstraße - Wie lange noch? (Foto: freedom roads!)

 

Freitag, 5. Oktober 2012, 17 Uhr

Namibia-Berlin: Von Lüderitz nach Swakopmund

Der Herero-Aktivist und Bildungsreferent Israel Kaunatjike sowie der Historiker Christian Kopp von Berlin Postkolonial luden ein zum Rundgang durch das so genannte Afrikanische Viertel.

Ort: U-Bahnhof Afrikanische Straße, 13351 Berlin

Teilnahme: 5,- Euro

 

Freitag, 5. Oktober 2012, 19 Uhr

Filmspecial: „Weiße Geister – Der Kolonialkrieg gegen die Herero“ (BRD 2004, Regie: Martin Baer)

Berlin Postkolonial und der Herero-Aktivist und Hauptdarsteller Israel Kaunatjike luden zum Filmabend und zum anschließenden Gespräch.

Ort: Restaurant Bantou Village, Kameruner Str. 3, 13351 Berlin

 

Die Veranstaltungen sind Teil des Projekts "Partnerschaft entwickeln".

Mit finanzieller Unterstützung durch:

Stiftung Nord-Süd-Brücken LEZ BMZ