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13.04.2014

Gemeinsamer Aufruf von AfricAvenir International, AFROTAK TV CyberNomads, Berlin Postkolonial, glokal, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, Tanzania-Network.de

Nelken für Napuli!


Fast ohne Verpflegung saß die Refugee-Aktivistin Napuli Langa fünf Tage auf einer Platane am Berliner Oranienplatz und weigerte sich, das zerstörte Camp der Geflüchteten zu verlassen. Bevor sie gestern Abend geschwächt aber wohlbehalten herabstieg, hat sie einen großartigen Sieg für die Geflüchteten am Oranienplatz erkämpft. Schriftlich hat der Senat versichert, dass das Infozelt der Geflüchteten wieder aufgebaut wird. Damit ist klar: Der Protest geht weiter  - O-Platz is living!

Die seit Donnerstag, 10.4., auf dem Oranienplatz hungerstreikenden Refugees haben erklärt, dass sie ihren Protest und Hungerstreik fortsetzen werden: gegen Lager, Residenzpflicht und Deportationen, für ein Bleiberecht aller Geflüchteten vom Oranienplatz.

Als Zeichen der Solidarität mit Napuli und unseren hungerstreikenden Freund_innen vom Oranienplatz werden wir ab Sonntag, 13.4., täglich um 18 Uhr mit vor Ort sein und an ihrer Mahnwache teilnehmen.

Wir bitten Euch, ihrer ausdrücklichen Einladung zu folgen und diesen Aufruf zu verbreiten: Bringt Blumen für Napuli und ihre Brüder, Getränke für die Hungerstreikenden und Schauspiel, Musik und Poetry für alle! Zeigt den Geflüchteten, dass sie hier willkommen sind! Zeigt der Welt, dass sie zu uns gehören!

Kontakt: Tahir Della (015254217327) und Christian Kopp (01799 100 976)



11.4.2014

 

Pressemitteilung von Berlin Postkolonial und Initiative Schwarze Menschen in Deutschland

Refugees im Hungerstreik wollen Wowereit sprechen

Pressekonferenz auf dem Oranienplatz am Sa 12.04. um 11 Uhr

Die sechs Geflüchteten (aus dem Iran, der Türkei, aus Uganda und Nigeria), die sich seit zwei Tagen im Hungerstreik befinden, haben Berlin Postkolonial und die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) gebeten, die Vertreter_innen der Presse für Samstag, 12.04.2014 um 11 Uhr zur Pressekonferenz auf dem Oranienplatz einzuladen.

Klaus Wowereit, den Regierenden Bürgermeister von Berlin, rufen die Geflüchteten zu persönlichen Verhandlungen über ihre drei Kernforderungen auf:

  1. Weiterbestehen des Infopunkts und des Versammlungszeltes zur Darstellung ihrer politischen Forderungen: Keine Lager, keine Residenzpflicht, keine Deportationen
  2. Weiterbestehen der besetzten Kreuzberger Schule als politisches, ökonomisches und soziokulturelles Zentrum der Geflüchteten
  3. Bleiberecht in Deutschland für alle Asylsuchenden vom Oranienplatz

Bezüglich der seit Dienstag auf einem Baum des geräumten Protestlagers auf dem Oranienplatz ausharrenden Aktivistin Napoli sagt der Hungerstreikende Patras Bwansi „Egal was kommt: Wir werden unsere Schwester hier nicht allein lassen!“

Berlin Postkolonial und die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland unterstützen die berechtigten Forderungen der Geflüchteten im Hungerstreik und erklären sich mit diesen solidarisch.

Kontakt: Christian Kopp (01799 100 976) und Tahir Della (015254217327)

 

 


 

7.3.2014

Presseerklärung des internationalen NGO-Bündnisses „Völkermord verjährt nicht!“

Eklat in Windhoek: Herero und Nama boykottieren Empfang der Gebeine aus Berlin

Gegen 7 Uhr früh sind heute die in der Kolonialzeit zu rassistischen Forschungen nach Deutschland verschleppten Gebeine von 35 afrikanischen Menschen - darunter Opfer des Genozids an den Herero und Nama - in der namibischen Hauptstadt Windhoek eingetroffen. Zu 10 Uhr hatte Regierung die betroffenen Volksgruppen und ihre traditionellen Führer in den Parlamentsgarten eingeladen, wo sich ca. 300 Menschen versammelten. Die Hälfte der Stühle blieb dennoch leer.

Denn die von der deutschen Regierung nicht nach Berlin geladenen Traditional Leaders und Opferverbände der Nama und Herero, die bei der ersten Repatriierung von Gebeinen 2011 noch dabei waren und in Berlin Reparationsforderungen erhoben hatten, boykottierten den Staatsakt. Am Tag der aktuellen Übergabe ihrer Ahnen in Berlin hatten sich die Opferverbände auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Namibia mit scharfen Worten darüber beschwert, dass sie entgegen aller Absprachen nicht eingeladen worden waren. In ihrer Pressemitteilung ist von einem Komplott der Bundesregierung die Rede, die sich aus ihrer historischen Verantwortung stehlen wolle und die Opferverbände daher von der Übergabe in Berlin ausgeschlossen hätte.

Für die deutsche Seite war denn auch kein höheres Regierungsmitglied, sondern lediglich der Beauftragte des Auswärtigen Amtes für das südliche Afrika Kochanke mitgereist, der in Windhoek noch gut bekannt ist für mehrere Respektlosigkeiten gegenüber der namibischen Regierung während seiner Zeit als Botschafter vor Ort. Wie schon in der Charité vermied er jede Rede über historische Schuld und brachte entsprechend auch keine Bitte um Vergebung vor. Statt den Genozid an den Nama und Herero zu benennen, gedachte er allgemein der Opfer des „brutalen Kolonialkrieges“ von 1904-07.

Staatspräsident Pohamba, ein Ovambo, nannte den Völkermord an den Herero und Nama beim Namen, allerdings ohne sich dabei hinter die Entschädigungsforderungen stellen, welche die anwesenden traditionellen Führer der Herero vorbrachten. Einig waren sich nahezu alle traditionellen Führer in ihrer scharfen Kritik an ihrem Ausschluss von der Teilnahme in Berlin, die auch aus rituellen Gründen unerlässlich wäre.

Nach dem Staatsakt sollen die Gebeine vom Nationalmuseum betreut werden. Am 21. März, dem Nationalfeiertag der Republik Namibia, wird in Windhoek anstelle des kolonialen Reiterdenkmals zu Ehren der Völker mordenden deutschen „Schutztruppe“ ein Denkmal für die Opfer des Genozids eingeweiht.

Christian Kopp vom Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“ sagt: „Es ist ein Skandal, dass gerade unter einem SPD-Außenminister, der noch vor zwei Jahren selbst eine Entschuldigung für den Genozid in Namibia forderte, so respektlos mit den Nachfahren der Opfer umgegangen wird. Ermutigend ist aber, dass der Widerstand gegen die anhaltende Leugnung des Genozids durch die Bundesregierung unübersehbar wächst - und zwar nicht nur in Namibia. Gerechtigkeit für die Herero und Nama ist, da bin ich sicher, nur noch eine Frage der Zeit.“

Infos:  www.restitution-namibia.de

Protest-PM: http://www.africavenir.org/de/news-archiv/newsdetails/datum/2014/03/05/press-statement-by-the-nama-ovambanderu-and-ovaherero-traditional-leaders-on-the-second-return-of-s.html

Kontakt: Israel Kaunatjike (Herero) 01731035605 | Christian Kopp 01799 100976

Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

 


 

5.3.2014

Pressemitteilung des internationalen NGO-Bündnisses „Völkermord verjährt nicht!“ und des Zentralrats der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland

For Whites Only?

Deutschland schließt Nachfahren Kolonisierter und kritische Öffentlichkeit von Rückgabe weiterer geraubter Gebeine an Namibia in Berliner Charité aus. 120 NGO fordern Entschuldigung und Wiedergutmachung für kolonialen Landraub und Genozid in Namibia. Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland verlangt Rückgabe aller in Afrika angeeigneten Gebeine und Kulturschätze.

Berlin, 5.3.2014

Der Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde und das von 120 Organisationen unterstützte internationale NGO-Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“ protestieren energisch gegen Deutschlands gezielten Ausschluss der von Kolonialismus, Rassismus, Apartheid und Genozid besonders betroffenen Menschen afrikanischer Herkunft von der heutigen Rückgabezeremonie  für die entführten Gebeine ihrer Vorfahren.

So sind zum Entsetzen der Nachfahren keine Vertreter der vom Genozid (1904-08) in der ehemaligen Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ am stärksten betroffenen Herero, Nama und San nach Berlin eingeladen worden, um die sterblichen Überreste ihrer ermordeten und zu rassistischen Forschungen nach Deutschland verschleppten Ahnen entgegenzunehmen.

Auch in Deutschland lebende Menschen afrikanischer Herkunft und Schwarze Menschen, die von der Botschaft der Republik Namibia als Vertreter bedeutender Nichtregierungsorganisationen zur Einladung vorgeschlagen wurden, blieben von der Teilnahme an der kurzfristig angesetzten Rückgabezeremonie in der Berliner Charité ausgeschlossen. Selbst einigen Pressevertretern wurde die Zulassung verwehrt.

Der Zentralrat und das NGO-Bündnis fordern die Bundesrepublik auf, sich ihrer historisch-politischen und moralisch-ethischen Verantwortung für den deutschen Kolonialrassismus nicht länger durch Methoden zu entziehen, die dessen Fortwirken bis in die Gegenwart bestätigen.

Der in Berlin lebende Herero Israel Kaunatjike, Vertreter des Bündnisses „Völkermord verjährt nicht!“, sagt: „Wenn ich als Herero vor der Tür stehen muss, während drinnen die Gebeine meiner ermordeten Vorfahren zurückgegeben werden, dann ist selbst unser Kampf gegen die Apartheid noch nicht beendet. Versöhnung kann es erst geben, wenn uns die Deutschen offiziell um Entschuldigung für den Völkermord gebeten und für das Land und das Vieh, das uns damals genommen wurde, entschädigt haben.“

Moctar Kamara, Vorsitzender des Zentralrats der Afrikanischen Gemeinde, fügt an: „Unser Ausschluss ist nicht hinnehmbar. Wir rufen Deutschlands Bevölkerung auf, mit uns gemeinsam Anteil zu nehmen und sich energisch für die Rückführung aller geraubten Gebeine und Kulturschätze nach Afrika einzusetzen.“

NGO-Bündnis "Völkermord verjährt nicht!": Israel Kaunatjike - 01731035605                    This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland: Moctar Kamara – 01721797958          This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Infos: www.restitution-namibia.de

Pressekonferenz: 5.3.2014, 12:30 Uhr, Seminar für Afrikawissenschaften der HU Berlin, Invalidenstraße 118, 4. Etage, Raum 410 ein (Zugang über Schlegelstraße 26 möglich)

Übergabe der Gebeine: 5.3.2014, 14:30 Uhr, Anatomie-Hörsaal der Berliner Charité, Philippstraße 12

 

 


 

3.3.2014

Presseerklärung des internationalen NGO-Bündnisses „Völkermord verjährt nicht!“

These bones are not enough!

Deutschland muss eine würdige Rückgabe von entführten Gebeinen an Namibia vornehmen und sich für den kolonialen Genozid von 1904-08 entschuldigen. Alle Gebeine kolonisierter Menschen müssen den Nachfahren zurückgegeben werden.

Anlässlich der am 5. März um 14:30 Uhr in der Charité anstehenden Rückgabe von weiteren 21 menschlichen Gebeinen, die zu rassistischen Forschungen aus der einstigen Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ nach Berlin verschleppt wurden, fordert das vom Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland und weiteren 120 Organisationen unterstützte Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“ die Bundesrepublik Deutschland zu einer Kehrtwende im Umgang mit den Nachfahren der Kolonisierten und zu einem klaren Zeichen gegen den anhalten Kolonialrassismus auf.

130 Jahre nach der berüchtigten Berliner Afrika-Konferenz, auf der unter den europäischen Kolonialmächten über die Aufteilung Afrikas beraten wurde, 100 Jahre nach dem Zerfall des Deutschen Kolonialreichs darf sich Deutschland der historisch-politischen Verantwortung für seine in Afrika, Asien und Ozeanien begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und für den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts nicht länger entziehen.

Das Bündnis erinnert die Bundestagsmehrheit aus Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und SPD sowie Außenminister Steinmeier an ihre im März 2012 gestellten Anträge auf eine offizielle Anerkennung und Entschuldigung für den Genozid an den Nama und Herero und fordert sie dazu auf, die bevorstehende Übergabe der Kolonialopfer zum Anlass zu nehmen, die Menschen in Namibia nun in aller Form um Vergebung zu bitten.

Der in Berlin lebende Herero Israel Kaunatjike sagt: „Es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung aus Angst vor Protesten und berechtigten Reparationsforderungen weder die Nachfahren der Opfer des Genozids noch die breite Öffentlichkeit in die Charité eingeladen hat. Erst vor wenigen Tagen habe ich von der geplanten Übergabe erfahren und bis heute habe ich keine Zusicherung erhalten, überhaupt teilnehmen zu dürfen.“

„Wir sind uns sicher,“ ergänzt der Tansanier Mnyaka Sururu Mboro von Berlin Postkolonial, „dass in Berlins Sammlungen auch zahlreiche Gebeine und heilige Objekte tansanischer Herkunft zu finden sind – selbst wenn die Stiftung Preußischer Kulturbesitz bisher nicht zu einem diesbezüglichen Gespräch bereit war. Die Arroganz der Staatlichen Museen zu Berlin steht im krassen Widerspruch zum ICOM Code of Ethics von 2004, der die Museen sogar verpflichtet, Rückgabeverhandlungen selbst zu initiieren.“

Moctar Kamara, Vorsitzender des Zentralrats der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland, resümiert: „2001 hat sich die Bundesrepublik in Durban vor der UN zum ‚ehrenden Andenken’ für die Opfer von Kolonialismus und Völkermord verpflichtet. Seitdem ist buchstäblich nichts geschehen, während die Würde von Menschen afrikanischer Herkunft bis heute massiv verletzt wird. Wir erwarten, dass Deutschland nun endlich die Verantwortung für seine Kolonialverbrechen übernimmt und die Nachfahren der Opfer aufrichtig um Entschuldigung bittet.“

 

Infos: www.restitution-namibia.de

Facebook:https://www.facebook.com/NoAmnestyOnGenocide

Twitter:https://twitter.com/restitution4nam

 

Kontakt: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Israel Kaunatjike 01731035605 | Mnyaka S. Mboro 01601174528 | Moctar Kamara 01721797958

 

Pressekonferenz: 5.3.2014, 12:30 Uhr, Seminar für Afrikawissenschaften der HU Berlin, Invalidenstraße 118, 4. Etage, Raum 410 ein (Zugang über Schlegelstraße 26 möglich)

Übergabe der Gebeine: 5.3.2014, 14:30 Uhr, Anatomie-Hörsaal der Berliner Charité, Philippstraße 12

 

Dokus:

"Genocide and the Second Reich"http://www.youtube.com/watch?v=O4OZ7Xc5pWQ
"Deutsch-Südwas?"http://vimeo.com/69403718

 

PM-03-03-2014 als PDF



01.03.2014

Pressemitteilung des NGO-Bündnisses "Völkermord verjährt nicht!"

Berlin muss Gebeine afrikanischer Menschen zurückgeben

Internationales Bündnis ruft Bevölkerung zur Anteilnahme auf

Nur ausgewählte Pressevertreter sind darüber informiert worden, dass die Berliner Charité am 5. März 2014 um 14:30 Uhr im Anatomie-Hörsaal, Philippstraße 12, die Gebeine von weiteren 21 Menschen an eine kleine Staatsdelegation aus Namibia übergeben wird. Mit den Gebeinen Tausender weiterer Menschen aus den deutschen und europäischen Kolonien wurden sie einst für rassistische Forschungen nach Deutschland verschifft.

Bei der letzten Übergabe von Gebeinen, die aus den deutschen Konzentrationslagern für die Herero und Nama stammten, kam es zu einem Eklat, als sich die Bundesregierung weigerte, die anwesenden Nachfahren um Entschuldigung für den kolonialen Genozid 1904-08 zu bitten. Entsprechend wurde die Übergabe diesmal anders organisiert: Herero und Nama wurden nicht mehr eingeladen und eine Teilnahme an der Zeremonie ist nur noch nach Voranmeldung (bis zum 4.3.) möglich. Telefon: 030-450 570 400 | Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Anläßlich der Übergabe, die in Namibia mit einem Staatsakt verbunden sein wird, ruft das von über 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen aus dem In- und Ausland unterstützte NGO-Bündnis "Völkermord verjährt nicht!" die Berliner Bevölkerung zum aktiven Gedenken an die Opfer des deutschen Kolonialismus auf.


Pressekonferenz des NGO-Bündnisses "Völkermord verjährt nicht!"

Das Bündnis lädt darüber hinaus zu einer Pressekonferenz mit dem Herero Israel Kaunatjike sowie mit Vertretern des Zentralrats der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland, der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund), von AfricAvenir International und Berlin Postkolonial ein.

Ort: Seminar für Afrikawissenschaften der HU Berlin, 10115 Berlin, Invalidenstraße 118, 4. Etage, Raum 410 ein (Zugang über Schlegelstraße 26 ist möglich)

Termin: Mittwoch, 5.3.2014 um 12:30 Uhr

Kontakt: Israel Kaunatjike 0173-1035605 | Nicolai Röschert 0178-5460095, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

Infos:

WEB: www.restitution-namibia.de

Facebook: https://www.facebook.com/NoAmnestyOnGenocide

Twitter: https://twitter.com/restitution4nam

 

Namibische Presse:

„New Era“: http://www.newera.com.na/2014/02/28/germany-send-35-skulls/

„New Era“: http://www.newera.com.na/2014/02/28/german-governments-chicaneries-shenanigans-machiavellianism-end-lose-hope-what/

“The Namibian”: http://www.namibian.com.na/indexx.php?id=9997&page_type=story_detail

 

Dokus:

"Genocide and the Second Reich" http://www.youtube.com/watch?v=O4OZ7Xc5pWQ
"Deutsch-Südwas?" http://vimeo.com/69403718

 

Pressemitteilung vom 1.3.2014 als PDF

 


22.02.2014

8. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Sklavenhandel, Sklaverei, Kolonialismus und rassistischer Gewalt

Berlin Postkolonial unterstützt den Aufruf des Komitees für die Errichtung eines afrikanischen Denkmals in Berlin (KADIB)

Das Komitee für die Errichtung eines afrikanischen Denkmals in Berlin (KADIB) veranstaltet am 22.02.2014 in Berlin den 8. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Sklavenhandel, Sklaverei, Kolonialismus und rassistischer Gewalt.

Dieser Gedenkmarsch wurde vom Komitee für die Einrichtung eines afrikanischen Denkmals in Berlin (KADIB) ins Leben gerufen, um der Forderung nach Anerkennung der Verbrechen gegen Schwarze Menschen/Menschen afrikanischer Herkunft (Versklavung, Kolonialismus, Völkermorde, Verfolgungen und Zwangssterilisierungen durch das NS-Regime, rassistische Morde) Nachdruck zu verleihen.

Das Ende der Kongokonferenz (15. Nov. 1884 - 26. Feb. 1885), auch Berliner Konferenz genannt, auf der Afrika von blutrünstigen Kolonialmächten willkürlich aufgeteilt wurde, haben wir als Datum für diesen Gedenktag ausgewählt.

Der Gedenkmarsch ist in diesem Jahr dem verstorbenen Nelson Mandela gewidmet. In Erinnerung an seinen Kampf gegen Apartheid, Rassismus, Kolonialismus und in Erinnerung an seine Bemühungen um ein friedliches Miteinander aller Menschen der Welt soll der Bezirk Berlin-Mitte nun endlich die seit Jahren geforderte Umbenennung der kolonialrassistischen Mohrenstraße in Nelson-Mandela-Straße vornehmen!

Da es an diesem Datum fast immer eiskalt ist, bitten wir alle pünktlich zu erscheinen, damit wir rechtzeitig anfangen können. Wir bedanken uns bei allen, die im Jahre 2013 bei minus 10 Grad mit uns demonstriert haben.

Für die erfolgreiche Durchführung des Gedenkmarsches (Kranz, Kerze, Flyer + Fotokopie) sind wir auf Spenden angewiesen. Ihre Spende können Sie auf folgende Kontonummer überweisen:

Kontoinhaber: Afrika-Rat

Konto Nr. 702242, BLZ 210 602 37

bei: Evangelische Darlehensgenossenschaft, Kennwort: afrikanisches Denkmal

Datum des Gedenkmarsches: 22.02.2014

Uhrzeit: 11:30

Ort: Berlin

Treffpunkt: U-Bhf. Mohrenstraße

Unsere Marschstrecke ist wie folgt geplant: Mohrenstraße - Wilhelmstraße 92 (ehemalige Reichskanzlei), wo ein Kranz für die Opfer der Sklaverei und der Kolonisierung niedergelegt wird – Behrenstraße (Holocaust Mahnmal) – Ebertstraße - Pariser Platz (Brandenburger Tor)

Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung

Mit freundlichen Grüßen

Für das Komitee

Moctar Kamara

Koordinator des Komitees

 

Mohrenstraße in Nelson-Mandela-Straße umbenennen

 

16.12.2013

Gemeinsame Pressemitteilung des NGO-Bündnisses “No Humboldt 21! Moratorium für das Humboldt-Forum im Berliner Schloss” und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland ISD-Bund e.V.

Mandela ist kein Preußischer Kulturbesitz!

Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) gegen Nelson-Mandela-Platz am Humboldt-Forum, Botschaft Südafrikas besorgt

Die Mitgliedsgruppen des internationalen NGO-Bündnisses “No Humboldt 21!” und die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) protestieren entschieden gegen den Versuch der Vereinnahmung Nelson Mandelas zur Aufwertung des Humboldt-Forums im Schloss der preußischen Kolonialherrscher, in dem ab 2019 angeeignete Kulturschätze aus aller Welt präsentiert werden sollen.

Die am Humboldt-Forum beteiligte „Stiftung Zukunft Berlin“ hatte ihren weit verbreiteten Vorschlag zur Benennung eines Nelson-Mandela-Platzes schon wenige Stunden nach dem Tode des Freiheitskämpfers eingebracht. Dies geschah ohne jegliche Einbeziehung der Selbstorganisationen Schwarzer und afrikanischer Menschen in Berlin. Gemeinsam mit zahlreichen entwicklungspolitischen Organisationen fordern diese seit Jahren die kritische Auseinandersetzung mit dem brandenburgisch-preußischen Menschenhandel im 17. und 18. Jahrhundert sowie die Umbenennung der kolonialrassistischen Mohrenstraße und des gleichnamigen U-Bahnhofs in Berlin-Mitte zu Ehren Nelson Mandelas.

Auch die südafrikanische Botschaft war offenbar nicht einbezogen. Entsprechend reserviert liest sich die diplomatische Stellungnahme, die das Bündnis “No Humboldt 21!” auf Anfrage am 13.12. erhielt:

Die Botschaft von Südafrika hat die Debatte über die Benennung des neuen Platzes vor dem Schloss in Berlin-Mitte nach Nelson Mandela zur Kenntnis genommen.

Obwohl die Entscheidung über die Benennung von öffentlichen Plätzen, Straßen, offiziellen Gebäuden und Ähnlichem ausschließlich den Behörden der Stadt Berlin obliegt, hofft die Botschaft von Südafrika, dass die Integrität und das Erbe Nelson Mandelas in der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden, besonders mit Hinsicht auf seinen eindeutigen Standpunkt zu Themen wie Kolonialismus, Rassismus, Sklaverei, kulturelle und materielle Ausbeutung ebenso wie Respekt für das kulturelle Erbe der Menschen und Nationen Afrikas.

Die Botschaft würde außerdem erwarten, dass eine solche Entscheidung erst nach einer offenen, rigorosen und transparenten Debatte mit allen Teilen der Berliner Bürgerschaft gefällt wird, so dass wir alle sicher sein können, dass der Name Nelson Mandelas und die Ideale, für die er stand, makellos und unbeschädigt bleiben.

Tahir Della, Vorstandsmitglied der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) ergänzt: “Wir teilen die Irritation und Sorge der südafrikanischen Botschaft. Für uns käme es einer demonstrativen Ablehnung der Ideale Mandelas gleich, wenn der seit Jahren ignorierten Forderung nach Umbenennung der Mohrenstraße in Nelson-Mandela-Straße jetzt nicht entsprochen und stattdessen das Humboldt-Forum aufgewertet wird: Madiba ist kein Preußischer Kulturbesitz!”

 

Infos:

www.no-humboldt21.de

 

Kontakt:

Tahir Della, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, 015254217327

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Christian Kopp, No Humboldt 21!, 01799 100 976

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13.12.2013

Gemeinsame Pressemitteilung des NGO-Bündnisses „No Humboldt 21! Moratorium für das Humboldt-Forum im Berliner Schloss“ und des Global Afrikan Congress

Berliner Mohrenstraße soll in Nelson-Mandela-Straße umbenannt werden

Das von über 80 Nichtregierungsorganisationen unterstützte internationale Kampagnen-Bündnis „No Humboldt 21!“ und der Global Afrikan Congress lehnen den aktuellen Vorschlag der „Stiftung Zukunft Berlin“, den Platz vor dem umstrittenen Humboldt-Forum im Berliner Schloss nach Nelson Mandela zu benennen, entschieden ab. Stattdessen erneuern sie mit Nachdruck die schon 2004 erhobene Forderung zahlreicher afrikanischer Vereine Berlins, die auf den brandenburgisch-preußischen Handel mit Versklavten im späten 17. Jahrhundert zurückgehende Mohrenstraße in Nelson-Mandela-Straße umzubenennen.

„Der Versuch der am Humboldt-Forum mitwirkenden Stiftung Zukunft Berlin, das als neokolonial und eurozentrisch in die öffentliche Kritik geratene Großprojekt durch einen vorgelagerten Nelson-Mandela-Platz zu rehabilitieren, ist so durchschaubar wie unakzeptabel“, sagt Christian Kopp von Berlin Postkolonial. „Der Name des Antiapartheid-Kämpfers darf nicht als Kosmetik für die umstrittenen außereuropäischen Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz missbraucht werden, in denen sich auch Tausende von angeeigneten Kulturschätzen und menschlichen Überresten aus gewaltsam kolonisierten Gebieten befinden.“

Yonas Endrias vom Global Afrikan Congress betont: „Schon vor zehn Jahren haben alle afrikanischen Vereine Berlins gemeinsam  die Umbenennung der Mohrenstraße in Nelson-Mandela-Straße gefordert. Der jetzige Name der Straße, in der versklavte Minderjährige aus Afrika lebten, die am brandenburgisch-preußischen Hof dienen mussten, basiert auf einer rassistischen Fremdbezeichnung und verletzt die Würde Schwarzer  Menschen in Berlin.“

Infos:

www.no-humboldt21.de

 

Kontakt:

Yonas Endrias, Global Afrikan Congress, 01799404690

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Christian Kopp, Kampagne “No Humboldt 21!”,

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